Eine der charakteristischen Pflanzengesellschaften der Alten Nuthe in den Drewitzer Nuthewiesen ist der Fluthahnenfuß-Fließwasserrasen. Dieser gehört zu den stark gefährdeten Lebensräumen und begründet u.a. den Schutzstatus des Flora-Fauna-Habitat-Gebietes.Charakteristische Arten sind der Flutende Wasserhahnenfuß, das Fieber-Quellmoos oder auch die Wasserpest, die zu diesem Namen durch ihre unglaubliche ungeschlechtliche Vermehrungskraft gekommen ist. Wasserpflanzen haben sich an die Strömung des Flusses durch eine völlig andere Ausgestaltung der Blattform angepasst.
Beim „Flutenden Hahnenfuß“ sind die Unterwasserblätter in lange, parallel gerichtete fadenförmige Blätter aufgeteilt. Zwischen Juni und August blühen über Wasser die bis zu 2 cm großen Blüten und die Wasseroberfläche wirkt dann aus der Ferne, als wäre sie von einer weißen Schicht überzogen.
Feuchtwiesen nährstoffarmer bis mäßig nährstoffreicher Standorte sind weitere Lebensräume entlang des Natura Trails. Diese Pfeifengraswiesen sind teilweise äußerst artenreich und beherbergen konkurrenzschwache, seltene Pflanzenarten.
Die Nuthe wird in einigen Abschnitten von einer Ufervegetation aus Silberweiden, Eschen, Pappeln und Ulmen begleitet. Die Pflanzengattung der Weiden (von althochdeutsch „wîda“: 'die Biegsame') ist mit über 400 Weidenarten eine der artenreichste im Pflanzenreich.
Die Silberweide hat lanzettartige, 5-10 cm lange Blätter und ist aus der Entfernung an der silbrig-grauen Belaubung erkennbar. Für die Ingenieursbiologie ist sie von besonderer Bedeutung, da sie durch ihre Fähigkeit, in feuchten und überschwemmten Böden zu gedeihen, als Böschungs- und Uferbefestigung genutzt werden kann.
Seit alters her ist der Rindensaft der Weide bekannt für seine fiebersenkende und schmerzlindernde Wirkung. Die Substanz Salicin, welche im Körper zu Salicylsäure umgewandelt wird und heilend wirkt, stand Pate für den Namen des weltbekannten Medikaments Aspirin.








