Buckow
Um 11 Uhr war es so weit – der erste Weg des zunächst 150 Kilometer langen brandenburgischen Natura-Trail-Netzes konnte am 24. April eröffnet werden. Axel Steffen, der oberste hauptamtliche Naturschützer des Landes Brandenburg und Peter Churfürst, „Vater“ des Trails „Durch die Schluchten und Kehlen der Märkischen Schweiz“ durchschnitten symbolisch ein rotes Band und gaben den Weg frei.
Über 100 Gäste und NaturFreunde warteten zu diesem Zeitpunkt schon auf den Start. Sie wollten auf drei verschiedenen Touren kennen lernen, wie die hiesige Ortsgruppe ihren Trail ausgestaltet hat. Kein Wunder, denn auf diesen Zeitpunkt haben sie lange hingearbeitet. Zwei Jahre Vorbereitung liegen hinter den Gruppen. Naturkundliche und historische Recherchen, Fotodokumentationen, Diskussionen und Abstimmungen mit Behörden, innerhalb des Vereins und mit potenziellen Unterstützern.
Eine Projektgruppe um den Projektleiter Wolfgang Beiner koordinierte zentral alle brandenburgischen Trails, gab Handreichungen, organisierte Erfahrungsaustausch und kümmerte sich um die Finanzierung.
Finanziell unterstützt wurden die brandenburgischen Natura Trails durch den Zukunftsfonds der Bundesgruppe und die Sparkasse Märkisch Oderland.
Große organisatorische Unterstützung erhielt die Gruppe vor Ort durch die Leitung des Naturparks Märkische Schweiz, in dessen "Schweizer Haus" die Eröffnungsveranstaltung durchgeführt werden konnte.
Der Bundesvorsitzende Michael Müller konnte sich am Tag der Einweihung von den einzelnen Projekten zumindest auf den Faltblättern überzeugen und sieht in ihnen wahre Zukunftsprojekte der Orts- und Regionalgruppen. Schließlich sind sie fester Bestandteil und Identifikationspunkt für unsere Gruppen.
Und der Landrat des Landkreises Märkisch Oderland Gernot Schmidt bestätigt, dass diese Wege hervorragende Schaufenster für die NaturFreunde sind – Öffentlichkeitsarbeit im besten Sinn.
Die größte finanzielle Unterstützung erhielten die Natura Trails durch das Landesumweltministerium. Aus gutem Grund, wie Axel Steffen, sagte. In der Naturschutzabteilung seines Hauses wisse man aktive ehrenamtliche NaturFreunde zu schätzen, die auf die natürlichen Schätze im Land aufmerksam machen. Das ist Lobbyarbeit im besten Sinne und stärkt den Naturschutz.
Auch in der Märkischen Schweiz ist die Forderung der NaturFreunde nach freien Wegen hochaktuell. Verkauft, versperrt, verbaut gilt leider auch für einige Wege und touristische Einrichtungen in diesem Naturpark. Und in der Märkischen Schweiz hat für brandenburgische Verhältnisse sogar das „Berg frei“ seine Berechtigung.
In den kommenden Monaten werden weitere neun Rad- und Wanderrouten eingeweiht, geschmückt durch Infotafeln, dokumentiert auf acht Faltblättern und im Internet.
Sie führen an steile eiszeitliche Hänge im Umfeld der Oder, reizvolle Moore, Feuchtwiesen und Seen, beispielsweise in der Spreeniederung und rund um Berlin und sogar auf eine Havelinsel in der Nähe der Stadt Brandenburg.
Nächste Termine:
22. Mai Steppenflora im Lebuser Land
19. Juni Das eiszeitlich geformte Biesenthaler Becken
25. Juli Spreeniederung zwischen Fürstenwalde und Briesen
9. Oktober Erlenbruch Genshagener Busch bei Ludwigsfelde
Rüdiger Herzog, Landesvorsitzender
naturatrails@naturfreunde-brandenburg.de









