So zeigt sich uns die Pflanzenwelt entlang des Trails durch vier NATURA 2000-Gebiete, die gleichzeitig Naturschutzgebiete sind.
Im niedrigwüchsigen Trockenrasen wächst eine Fülle von Licht liebenden und trockenheitsresistenten Arten, deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet in den Steppen Osteuropas und Vorderasiens liegt. Jedes der vier Gebiete weist trotz vieler Gemeinsamkeiten standortabhängige Unterschiede auf, die erst durch die Beobachtung vor Ort deutlich werden.
Und das kann man vor Ort finden und bestaunen:Das Naturschutzgebiet „Oderberge Lebus“ prägen großflächige Bestände des Adonisröschen-Fiederzwenken-Halbtrockenrasens mit reichen Beständen der Karthäuser-Nelke, Ährigem Blauweiderich, Berg-Haarstrang, Sichel-Luzerne und Goldhaar-Aster.
Im Naturschutzgebiet „Zeisigberg“ finden sich Gemeine Kuhschelle, Kleine Wiesenraute, Gemeines Zittergras, Kleines Mädesüß, Gelbe Sommerwurz und Saat-Leindotter.

Blauer Lein, Foto: Heiner Janz
Das Naturschutzgebiet „Priesterschlucht“ weist einen hohen Anteil fast durchgängig gefährdeter Arten auf. An den Südhängen Haargras-Steppenrasen mit Pfriemengras-Beständen. An den übrigen Hängen Wiesen-Salbei, Große Braunelle, Wiesenprimel, Bergklee und Schopfige Kreuzblume.
Im Naturschutzgebiet „Oderhänge Mallnow“ sind großflächige Bestände des Adonis-Fiederzwenken-Halbtrockenrasens vorherrschend, mit Beständen von Hügel-Meier, Gemeinem Zittergras, Sibirischer Glockenblume, Blauschillergras, Wiesen-Kuhschelle, Ährigem Blauweiderich, Pfriemengras und Federgras.
Schön wie Adonis
Es überstrahlt sie alle, das bereits im März goldgelb erblühende Frühlings-Adonisröschen. Seinen Namen hat es vom schönen Sagen-Jüngling Adonis, dem seine Liebe zur ebenso schönen Aphrodite zum tödlichen Verhängnis wurde. Die eifersüchtige Jagdgöttin Artemis ließ ihn durch einen Keiler zur Strecke bringen. Aus der Vermischung seines Blutes und den Tränen seiner Geliebten wurde das Röschen geboren.

Gelbes Adonisröschen, Foto: Burkhard Teichert
Sein Blut allein zeugte das artverwandte, rot blühende Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivales). Das Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernales) gehört zur Familie der Hahnenfussgewächse, erreicht eine Höhe zwischen 20 und 40 cm und blüht in der Regel bis Mai. Seine Wurzeln können bis zu einen Meter in die Tiefe wachsen. Es ist in allen seinen Teilen giftig. Früher wurde es zur Heilung von Krankheiten wie Gicht, Gelb- und Wassersucht genutzt.







