Der etwa 5 km lange Rundweg um den Genshagener Busch umschließt als Teil des LSG „Diedersdorfer Heide-Großbeerener Graben“ einen naturnahen Feuchtwald. Der Weg bietet ein reiches Kontrastprogramm zwischen natürlichen, trockenen und feuchten Standorten, wie Mischwald aus Birke, Kiefer und Eiche und den
sumpfigen Erlenbrüchen (FFH-Gebiet).
Sie erleben die artenreiche Lebendigkeit des naturnahen Waldes im Gegensatz zur unnatürlichen Stille des reinen Kiefernforstes. Sie können hier 30 verschiedene Baum- und Straucharten antreffen.
An vielen Stellen bilden die Sträucher und Bäume in der warmen Jahreszeit einen dichten grünen Tunnel. Trotzdem haben Sie auf der gesamten Strecke immer wieder Einblicke in den herrlichen Erlenbruch.
Einen ganz eigenen Reiz bietet die kalte Jahreszeit. Durch das Fehlen des Laubes an den Bäumen und Sträuchern ist die „Sicht“ in den naturnahen Wald besonders gut. Bitte haben Sie Verständnis, dass die Innenwege des sensiblen Gebietes nicht betreten werden dürfen.
Anfahrt mit dem PKW:
Über die A10, Abfahrt Genshagen in Richtung Großbeeren, vorbei an Schloss und Friedhof Genshagen und der Abfahrt Richtung Ludwigsfelde. Nach ca. 200 m rechts (gegenüber Feuerwehr) Weg „Am Walde“ einbiegen. Ab unbefestigter Abzweigung nach rechts geht es zu Fuß weiter.
Anfahrt mit ÖPNV:
Mit der Bahn bis zum Bhf. Birkengrund (4 km) oder Bhf. Ludwigsfelde (5 km), dann Ausschilderung Richtung Genshagen folgen. Ab Feuerwehr weiter wie bei „Anfahrt mit dem PKW“.
Verbindung mit überregionalen Wanderwegen:
Über den Fontane-Fernwanderweg ist der Natura Trail sehr gut mit dem Fahrrad zu erkunden.
Bester Startpunkt:
Über den später unbefestigten Weg „Am Walde“ erreichen Sie eine 350-400-jährige, freistehende Eiche, einen von drei möglichen Start- punkten des Natura Trails. Hier befindet sich auch ein gewaltiger Spitzahorn.
Vom Stichweg aus führt der Natura Trail nach links entlang des historischen Postillionsweges mit Anschluss zum Fontane- Fernwanderweg. Der Rundweg ist identisch mit einem Naturlehr- pfad, dessen Zeichen „diagonaler grüner Querbalken“ Sie als Weg- weiser nutzen können. Der Postillionsweg ist eine von besonders schönen alten Bäumen umsäumte historische Verbindungsstraße. Hier können Sie Rosskastanien, Stiel- eichen und Sumpfeichen sowie Linden bewundern. Beim Anlegen des Naturlehrpfades wurden die verschiedenen Arten von Bäumen mit Namen gekennzeichnet.
Im 19. Jahrhundert soll hier noch ein Postwagen gefahren sein. Vom Postillionsweg gelangen Sie über den Jägerstieg auf den Heuweg, auf dem – wie der Name es sagt – früher die Bauern das Heu von den Wiesen mit Leiterwagen in die Scheunen nach Genshagen gefahren haben. Der Heuweg geht gerade durch Wiederaufforstungsflächen weiter. Am Abzweig zurück nach Genshagen lädt ein überdachter Picknick- platz zu einer Rast ein. Von hier aus haben Sie eine weite schöne Sicht über Wiesen und Felder in Richtung der Diedersdorfer Heide.
Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, den alten Schlosspark und den historischen Friedhof in Genshagen zu besuchen. Auf dem Friedhof befindet sich die letzte Ruhestätte des ehemaligen Landrates Ernst von Stubenrauch, der auch den Teltowkanal erbauen ließ.
Sollten Sie nach Ihrer Wanderung eine Einkehr wünschen, so finden Sie im Ort an der Hauptstraße liegend, die Gaststätte „Zum Eber“. Mögen Sie es eher rustikal und naturverbunden, dann gehen Sie am Schloss Genshagen vorbei in Richtung Reiterhof und wählen das „Reiterstübchen“.








