An der Anlegestelle können wir uns zunächst an der Informationstafel orientieren. Unseren Inselrundgang beginnen wir nach rechts (in südwestlicher Richtung) und folgen dem getretenen Pfad entlang des Ufers. Schon nach wenigen Metern erreichen wir eine interessante Trockenrasenvegetation mit parkartigem Baumbestand. Die wichtigsten Gehölze entlang unseres Rundwegs sind beschildert. Der Pfad steigt geringfügig an, wir erreichen den Hang, den Rand der Sanddüne, die die Insel bildet. Dieses extrem trockene und nur spärlich bewachsene Trockenrasengebiet ist eines der wertvollsten Biotope der Insel. Es wird von vielen geschützten Insektenarten bewohnt, die wir mit etwas Geduld und je nach Jahreszeit beobachten können. Bei Sonne können wir fast immer die vor uns herfliegenden Sandlaufkäfer beobachten.
Wir nehmen Rücksicht auf das empfindliche Biotop und betreten die Fläche nur am Rand, folgen dem Pfad entlang des Kiefernsaums und genießen den Ausblick über Möser- und Breitlingsee. Hier zeigen sich mit etwas Glück Seeadler, Fischadler, Rohrweihe oder Schwarzer Milan.
Durch den Kiefernbestand hindurch führt der Pfad wieder in den Parkteil und zu den ersten Anschauungstafeln mit den Themen Geschichte, Pflege und Artenschutz.
Wir befinden uns jetzt im zentralen Parkteil der Insel, ein Abstecher in den Landschaftspark wäre von hier aus möglich. Wir folgen jedoch dem Rundweg, um die am Weg weiter beschilderten Gehölze wie Bergkiefer, Banks Kiefer und Schwarzkiefer kennen zu lernen.
Der Weg führt jetzt über kleinere Sandflächen wieder zum Ufer. Zwischen Park und Seeufer entlang gelangen wir zu den nächsten Anschauungstafeln mit Bank. Hervorzuheben ist hier die Tafel zur Geschichte der NaturFreunde auf der Insel. Der Rundweg führt weiter in Ufernähe auf eine mit Kiefern bestandene Düne.
Eine kleine Bank mit Ausblick lädt zumVerweilen ein. Nachdem wir rechts eine Bergkieferngruppe passiert haben, erreichen wir wieder ein weiteres wertvolles Trockenrasenbiotop. Besonders erwähnenswert sind hier die Wiesenkuhschelle, die im Sommer blühenden Karthäusernelken und der Berghaarstrang. Vorbei an weiteren Schautafeln führt der Weg durch eine Birkengruppe in den Wiesenbereich der Insel.
Geradeaus erreichen wir über eine weite Trockenrasenfläche den auf der Insel stehenden Leuchtturm. In den Uferbäumen rechts davon können wir fast immer Kormorane beobachten. Hier befindet sich einer ihrer Schlafplätze.
Wir gehen zurück zu den Birken und folgen dem Rundweg durch feuchtere Wiesenabschnitte. Nach wenigen Metern überqueren wir auf einem Steg einen Graben. Bei Hochwasser führt dieser Graben Wasser auf die Feuchtwiesen und auch in den Waldsee.
Bei Sommerwasser liegen diese Gebiete jedoch trocken. Ein großer Teil der Feuchtwiesen wird jährlich von Naturschutzhelfern gemäht, um die seltene Stromtalvegetation zu erhalten. Durch einen kurzen, mit Wacholder bestandenen Abschnitt gelangen wir zur vogelkundlichen Anschauungstafel. Bitte Vorsicht - die Nistkästen sind bewohnt!
An der Grenze zwischen Wiesen und Park führt der Weg weiter zum Beobachtungsstand mit Blick über Wiesen und Plauer See. Hier ist wieder ein guter Platz für Vogelliebhaber. Durch dichtere Parkbereiche, vorbei an zwei prachtvollen Sumpfeichen und einem Biberschnittplatz in einem kleinen Zitterpappelhain erreichen wir wieder den Rastplatz. Nachdem wir uns jetzt in den wichtigsten Gehölzen der Insel auskennen, können wir uns dem Park zuwenden.
Dazu gehen wir von der Informationstafel aus in das Inselinnere, folgen einem Pfad wenige Meter leicht hügelan und halten uns dann links, bis wir rechter Hand eine „Bleistiftlärche“ mit extrem säulenförmigem Wuchs entdecken. Ab hier folgen wir den Markierungen durch den Park und erleben die einmalige Kombination von verschiedenen Kiefernarten mit Trockenrasen und Rentierflechte.
Wir erreichen den Rundweg an den ersten Anschauungstafeln und folgen ihm zum Rastplatz zurück.
Start und Endpunkt:
Stadt Brandenburg an der Havel, Boot erforderlich
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
– mit Regionalexpress RE 1 nach Brandenburg Hauptbahnhof, zu einem Bootsverleih im Stadtzentrum, an der Malge oder am Buhnenhaus, telefonische Reservierung eines Bootes empfohlen
oder
– mit Regionalexpress RE 1 nach Kirchmöser, zum Bootsverleih im Ortsteil Kirchmöser-Dorf, telefonische Reservierung eines Bootes empfohlen
Aus beiden Richtungen die öffentliche Anlegestelle an der NW-Spitze der
Insel ansteuern. Der dort befindliche Rastplatz kann für Tagesaufenthalt
mit Bademöglichkeit, genutzt werden.
Individuelle Anreise mit eigenem Boot:
– über die Untere Havelwasserstraße, ebenfalls die öffentliche Anlegestelle an der NW-Spitze der Insel ansteuern. Das Anlanden an anderen Stellen ist generell nicht gestattet.
Gehzeit (Rundweg): ca. 1 Stunde, mit Parkrundgang 2 Stunden.
Wir bitten, die gekennzeichneten Pfade nicht zu verlassen.
Tipp: Nach Regen ist das Gras am Weg nass, feste Schuhe sind dann
angebracht.








