Zu den bemerkenswertesten Gewächsen der Insel gehören die so genannten Stromtalpflanzen. Ihr Lebensraum ist eng an die Flüsse gebunden, die den Samen transportieren und so zur Verbreitung beitragen. Typische Vertreter sind die Röhricht-Brennnessel und auf den Feuchtwiesen Sumpf-Wolfsmilch sowie Kantiger Lauch. In den Ufersäumen fnden wir den Lauch-Gamander und das
Gottes-Gnadenkraut.
Ihr Vorkommen kann als Indikator für eine erfolgreiche naturnahe Nutzung und die Wirksamkeit der Pflegemaßnahmen gewertet werden. Die Zahl der Arten und die hohe Individuendichte deuten auf die Ursprünglichkeit der Insel hin. Dieser typische Charakter ist durch einen permanenten Wechsel von steigendem und fallendem Wasser und durch die Nähe offener Feuchtwiesen zu Flächen großer Trockenheit gekennzeichnet und wird durch behutsame Pflegemaßnahmen bewahrt.
Trockenrasen - ein geschütztes Biotop
Zu den wertvollsten Biotopen der Insel gehören die Trockenrasen auf den eiszeitlichen Talsanden. Bis in die Zwanzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts waren die Inseln Wusterau und Buhnenwerder großflächig durch diesen Biotoptyp geprägt. Danach wurde der Trockenrasen auf Buhnenwerder durch Sukzession und Anpflanzungen bis auf die Extremstandorte zurückgedrängt.
Bei extremer Hitze und Trockenheit gedeihen nur die anpassungsfähigsten Pflanzen wie Silbergras, Bauernsenf, Frühlings-Spark und verschiedene Flechtenarten. Entsprechend sind auch nur sehr Wärme liebende Tierarten zu beobachten: Sandlaufkäfer, Röhrenspinne, Ameisenlöwe und Wollschweber sind prägnante Vertreter. Die Empfindlichkeit des Trockenrasens ist an der Vegetationsfreiheit des Weges an der Hügelkante ablesbar.







