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NaturaTrail

"Entlang der Nuthe -

 

Naturschönheiten der

 

Potsdamer Kulturlandschaft"

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Unser Natura Trail verläuft entlang der Nuthe. Das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet, welches sich bis Saarmund entlang zieht, wird durch ein System aus zum Teil renaturierten Fließgewässern, der Stöcker, der Alten Nuthe, und dem Rehgraben geprägt. Die „Drewitzer Nuthewiesen“ bieten zahlreichen Tieren, wie z.B. Kranichen oder Graureihern und seltenen Pflanzen ein innerstädtisches Refugium. Seit Mitte der 1990er Jahre wurden Teile des Flusslaufes zwischen Drewitz und Rehbrücke renaturiert. Dabei wurden Altarme wieder freigelegt. Mit der Renaturierung erhöhte sich auch der Grundwasserspiegel. Landwirtschaftlich nicht geeignete Flächen erhielten Biotopschutz.

 

Der Natura Trail führt entlang der Nuthe, einem linken Nebenfluss der Havel. Die Quelle dieses Flusses befindet sich im Fläming, Nebenflüsse sind die Nieplitz und das Hammerfließ. Nach ungefähr 65 km Fließstrecke mündet die Nuthe bei Potsdam in die Havel.

Das charakteristische Landschaftsbild wird durch feuchte Wiesen, sumpfige Niederungen, flache Seen, Reste von Erlenbruchwäldern und Bewässerungskanäle geprägt. Felder, Wiesen, Dörfer und ein kleinräumiger Wechsel der Biotope bilden eine abwechslungsreiche und stille Kulturlandschaft an der Wanderer ihre Freude haben werden.

Vor 20 000 Jahren am Ende der Weichsel-Eiszeit wurde die Nuthe-Nieplitz Niederung als Schmelzwassertal der abtauenden Gletscher gebildet. Nuthe und Nieplitz haben das Jungmoränenland mit seinem charakteristischen Landschaftsbild geprägt. Weit verbreitet wären ohne den Einfluss des Menschen grundwasserbeeinflusste Waldtypen, wie Schwarzerlen-Sümpfe, Schwarzerlen-Bruchwälder und –Niederungswälder. Überreste davon sind in dem Gebiet noch zu finden.

Die Herkunft des Namens „Nuthe“ könnte aus dem altdeutschen Nuth = Noth kommen, da die vielen gewaltigen, heute kaum noch nachvollziehbaren Überschwemmungen große Not mit sich brachten. Bis in das 18. und 19. Jahrhundert hinein gab es immer wieder Hochwasserkatastrophen. Theodor Fontane zitiert dazu aus dem Gröbener Kirchenbuch:

„1755. In diesem Jahre hat allhier, wegen des überhand genommenen großen Wassers, kein Heu können gemäht werden, und sind aus eben dieser Ursach auch beide Erndten gar schlecht ausgefallen.“

 

 

Potsdamer Kulturlandschaft

Kurfürst Friedrich Wilhelm legte während seiner Regentschaft (1640-1688) den Grundstein für die Entwicklung der „Potsdamer Kulturlandschaft“. Sein Enkel Friedrich der Große ließ in der ersten Meliorationsphase (1772-1782) durch die Anlage von Gräben und Kanälen sowie die Begradigung von Flüssen die Sümpfe und Niederungen in großen Maßstab entwässern. Das Land (welches) sollte im ein Wasserverkehrsnetz für den Warentransport eingebunden werden. Auch die Nuthe wurde reguliert und ihre Aue als Grünland nutzbar gemacht.

Im 19. Jahrhundert waren die Niederungen durch zahlreiche Dämme gegliedert, die als Chausseen oder Alleen angelegt wurden. Verstärkter Anbau von Futterpflanzen und die Grünlandnutzung förderte die Viehhaltung.

Die Nuthe floss zu dieser Zeit noch in mehreren  Seitenarmen mit einem begradigten Lauf in der Mitte. In der 2. Hälfte des 19 Jahrhunderts wurde die Nuthe dann stärker beräumt und begradigt, an Krümmungen Durchstiche gebaut und Seitenarme abgedämmt, so dass sie ihren heutigen Lauf erhalten hat.

Theodor Fontane spottete über die Nuthe und die noch kleinere Schwester Nieplitz: „verglichen mit diesen Strömen wirke die Havel, als zöge die Wolga an einem vorbei“. Vor den Regulierungen war der Fluss bekannt durch die Nuthekrebse, die als Delikatesse bis Leipzig oder auch Paris geliefert wurden.

Tief im Dunkel der Geschichte bleiben die für Fontane geheimnisumwitterten Nutheburgen, die nach seinen Angaben um die Zeit von Albrecht dem Bären, um 1150, bestanden haben können.Wer sich auf die Suche der Burgen und anderer Naturschätze machen möchte, kann auf dem Natura Trail damit beginnen.