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NaturaTrail

Radwandern in der "Drahendorfer

Spreeniederung" - Wo Reiher und Biber

 

ein Zuhause haben

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Unser Natura Trail liegt eingebettet im Ostbrandenburgischen Teil des Berliner Urstromtals an der Mittleren Spree und am Oder-Spree-Kanal.

Die Landschaft ist durch die Weichseleiszeit geprägt, die vor 15.000 – 20.000 Jahren die Ausformung des Gebietes bewirkte. Gewaltige Schmelzwasserabflüsse Richtung heutiger Nordsee hinterließen Sandschollen und Sandanhäufungen von bis zu 20 m Höhe, aber auch zahllose Seen und Seenketten.

Nach dem Ende Weichseleiszeit vor rd. 10.000 Jahren erhielt unser Gebiet ein der Tundra ähnliches Antlitz. Zwergsträucher, Moose und Flechten dominierten. In der Mittelsteinzeit (vor ca. 5.000 – 8.000 Jahren) vollzog sich eine vollständige Bedeckung mit Laubwäldern, die vorwiegend aus Eichen, Buchen, Erlen und Linden bestehen.

 

War der Einfluss des Menschen auf das Landschaftsbild bis etwa 1.000 u.Z. unbedeutend, führten später die Eroberung von slawischen Siedlungsgebieten sowie die Verdrängung und Assimilierung slawischer Stämme durch Kolonisten aus den rheinischen Gebieten und durch den Templer-Orden und deren Sesshaftigkeit zu beträchtlichen Waldrodungen und Ortsgründungen. In der Folge entwickelten sich im 11. – 13.Jahrhundert Feld- und Weidewirtschaft, die allerdings zu dieser Zeit nicht die Dominanz von Fischerei und Waldwirtschaft, bedingt durch die alles prägende Flusslandschaft, durchbrechen konnten.

 

In der Spreeniederung, insbesondere im Bereich der Drahendorfer Spree sowie der Spree-Altarme haben sich typische Flusslandschaftselemente mit Schwarzerlen, Pappeln, Mähwiesen und Auwaldbeständen erhalten. Im übrigen Gebiet gibt es einen hohen Mischwaldanteil, bestehend aus Stiel- und Traubeneichen unter Beimischung von Buchen, Hainbuchen und der bereits erwähnten Waldkiefer. Unverkennbar sind derzeitige Bemühungen, die Kiefermonokulturen allmählich abzulösen, in dem Laubbäume, oft Eichen, zwischen die Kiefern gesetzt bzw.  Neuanpflanzungen vorgenommen werden.

 

Vom Wasser geprägt – Flora und Fauna

Der Artenreichtum an Tieren und Pflanzen wird durch die ausgeprägte Flusslandschaft bestimmt. Trotz eines allgemeinen Rückganges der Artenvielfalt kann in unserem Radwandergebiet eine reiche Fauna und Flora erlebt und bewundert werden. Neben typischen Waldbewohnern wie Hirsch, Reh, Wildschwein, und Fuchs kann man unter Umständen und jahreszeitbedingt an der Drahendorfer Spree Biber, Fischotter, Graureiher und im Wasser den Bitterling beobachten. Am Dehmsee auf der Insel Fischwerder haben Kormorane, Seeadler und Blesshühner ihre Brutgebiete. In Berkenbrück nistet der Storch, an den Spree-Altarmen gibt es viele Wasserfrösche. 

Auf den Wiesen am Südufer der Spree halten sich Kraniche auf und im NSG Rehagen gibt es vereinzelt Hirschkäfer.  Am Waldesrand blühen Weidenröschen und Wegwarte, am Kersdorfer See die Weiße Seerose und die Gelbe Teichrose. Die seltene Schwanenblume kann man am Spreeufer antreffen, an der Drahendorfer Spree gibt es den Wasserhahnenfuß, die Krebsschere (Wasseraloe) und die Sumpfschwertlilie. Fast alle der genannten Tiere und Pflanzen sind geschützt.