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NaturaTrail

„Das Biesenthaler Becken -

 

Eiszeitlich geformte Vielfalt auf

 

engstem Raum"

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Unser Natura Trail zeigt eine landschaftliche und biologische Vielfalt auf engstem Raum. Das Biesenthaler Becken im Naturpark Barnim ist ein Kleinod unter den Naturschätzen Brandenburgs.Typisch für diese Landschaft ist, dass Sandberge und Moore sich dicht nebeneinander befinden. Unser Trail führt durch Feuchtgebiete, über Fließe und Trockenstandorte und auch über einen angrenzenden Endmoränenbogen, in den sich das Hellmühler Fließ eingeschnitten hat.

 

Die abwechslungsreiche Landschaft entstand im Verlauf von mehreren geologischen Prozessen. Das südlich und östlich angrenzende Barnimplateau ist wahrscheinlich überwiegend in der Saale-Kaltzeit vor ca. 200.000 Jahren entstanden. Das Biesenthaler Becken ist während der Weichsel-Kaltzeit vor ca. 15.000 Jahren vom Toteis geformt worden.

Beim langsamen Abschmelzen des Eises entstanden Risse und größere Zwischenräume, in welche durch das Schmelzwasser Sand, Kies und Steine eingeschlämmt wurden und nach dem vollständigen Abtauen als flache Hügel, die Kames, zurückblieben.

 

Ehemaliger Torfstich
Ehemaliger Torfstich, Foto: Stephan Schmidt

 

Im Süden des Beckens entstanden Endmoränenrücken. Das Toteis hinterließ Senken und Erhöhungen im Becken, in denen sich zahlreiche kleine Seen bildeten. Einige von ihnen sind heute noch erlebbar, andere sind im Verlaufe der Jahrhunderte verlandet und es entstanden Niedermoore mit Torfanreicherungen bis zu einer Stärke von 20 m.

Im Biesenthaler Becken gibt es fast alle in Mitteleuropa vorkommenden Moortypen, die als „Archive der Landschaft“ Auskunft über das Klima vergangener Epochen geben. Mehrere Flachlandbäche, hier Fließe genannt, durchziehen vom Rande her das Becken und vereinigen sich kurz vor Biesenthal zum Finow-Fließ.  

 

Orte entstanden am Rande des Beckens. So befinden sich im Norden die Stadt Biesenthal, im Westen das Dorf Lanke und im Süden die Dörfer Lobetal und Rüdnitz.

 

 

Die Nutzung im Wandel der Zeiten
 
Seit etwa 1830 wurden die Niedermoore zur Torfgewinnung genutzt. Kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges wurde das Torfstechen eingestellt.


Um eine landwirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen bzw. zu intensivieren, wurde ein System von Entwässerungsgräben angelegt. Wenn die Niederungsflächen nicht stark vernässt und mit Schilf bewachsen sind, dienen sie der Weidewirtschaft und zur Heugewinnung.Auf den Nasswiesen entwickelte sich eine prächtige Orchideenflora, die von den NaturFreunden der Ortsgruppe Biesenthal seit 1991 sorgsam gepflegt wird.

 

Die aufgrund des Klimawandels sinkenden Grundwasserstände machen es im wasserarmen Barnim erforderlich, dass im Biesenthaler Becken wieder großflächige Moore gebildet werden. Dieser Prozess soll gesteuert verlaufen, kann 50 bis 100 Jahre dauern und bedeutet eine tief greifende Umgestaltung der Landschaft.