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NaturaTrail

Steppenflora im Lebuser Land -

Botanische Raritäten vom Frühjahr

bis zum Herbst

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Blick über die Oderlandschaft bei Lebus
Oder bei Lebus, Foto: Gieselher Eder

Lang ist es her, dass das Gebiet unseres Natur Trails sein natürliches Antlitz erhielt. Vor ca. 15.000 Jahren, in der Weichseleiszeit verliehen mehrere hundert Meter hohe, aus Skandinavien heranziehende Eisberge und sich daraus bildendes Schmelzwasser dieser leicht welligen Grundmoränenlandschaft, der Lebuser Platte und der im Osten angrenzenden Odertallandschaft ihr ursprüngliches Gepräge. Höhenunterschiede bis zu 70 m weisen diese beiden Landschaftselemente zueinander auf.

In der nachfolgenden Warmzeit begannen sich auf der Geschiebemergelhochfläche und in der Oderaue Wälder zu entwickeln, vorrangig Stieleichen-Hainbuchen - und Erlen-Eschenwälder. Diese mussten allerdings im Zuge der über viele Jahrhunderte dauernden Besiedlung des Gebietes den notwendigen Landwirtschafts- und Siedlungsflächen weichen.Weite Wiesen, Trockenrasen, Äcker, Laub- und Nadelwälder säumen heute den landschaftlich reizvollen Weg.

Die schmucken Orte an der Strecke lassen viele Einblicke in die Besiedlungsgeschichte zu. Zeugnisse der Besiedlung des Gebietes durch die Slawen wie die der nachfolgenden Geschichtsepochen sind in der Landschaft noch ablesbar. Aus wirtschaftlicher Sicht war und ist die Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht das bestimmende Element. Gerste, Roggen, Emmer und Hirse waren Vorreiter im Anbau der lange praktizierten Dreifelderwirtschaft. Rind, Schwein, Ziege und Schaf waren Nutztierarten der Viehzucht. Schafen und Ziegen, heute in weit geringerer Anzahl als in vergangenen Jahrhunderten, ist es zu verdanken, das die uns auf unserem Trail interessierenden Trockenrasengesellschaften erhalten geblieben sind. Der Verbiss der Flächen durch sie vermeidet unerwünschten Gehölzaufwuchs. Außerdem tragen die Schafe in ihrem Fell Pflanzensamen weiter und sorgen so für eine Durchmischung und Verbreiterung des Artenbestandes. Beim Adonisröschen sorgt der Schaftritt auch dafür, dass reife Samen in den Boden gelangen und keimen können.

Hier finden wir die Lebensraumtypen, die Tiere und Planzen, denen wir auf unserer Tour Aufmerksamkeit schenken wollen.

 

Burkhard Teichert

 

 

Heiner Janz, Vorsitzender

NaturFreunde Regionalgruppe "Lebuser Land"