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Wildnistrail

"Döberitzer Heide"

© NaturFreunde Brandenburg Archiv
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Bunkerruine, Foto: Julia Hartmann

Die Döberitzer Heide gehört geologisch zur „Nauener Platte“, entstanden in der Saaleeiszeit und Weichsel-Kaltzeit.

Auf Grund der einzigartigen Biotopvielfalt wurde die Döberitzer Heide gleich mehrfach unter Schutz gestellt. So sind die Naturschutzgebiete Döberitzer Heide und Ferbitzer Bruch auch als „Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung“ und als „Schutzgebiet entsprechend der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie“ (FFH-Gebiet) gemeldet und somit Teil des europäischen Schutzgebietsystems NATURA 2000. Sie sind eingebettet in das Landschaftsschutzgebiet "Königswald mit Havelseen und Seeburger Agrarlandschaft".

Ausgedehnte Heideflächen mit der charakteristischen Besenheide prägen große Teile der Landschaft und geben dem Gebiet seinen Namen. Aber auch Silbergrasfluren und lichte Eichen-Birkenwälder oder feuchte, moorige Standorte bieten gefährdeten oder vom Aussterben bedrohten Pflanzen Lebensraum, wie dem Sumpf-Knabenkraut und dem Lungen-Enzian im Ferbitzer Bruch. Über 840 Arten verschiedener Farne und Blütenpflanzen sind in der Döberitzer Heide heimisch.

Unsere Wanderung führt entlang der Wildniskernzone von „Sielmanns Naturlandschaften“ und mit etwas Glück lassen sich Wisente, Przewalski-Pferde oder Rotwild beobachten.

 

Doch diese Artenvielfalt und beeindruckende Wildnis existierte nicht schon immer. Ehemals war das Gebiet ein Truppenübungsplatz.

Die militärische Nutzung des Geländes begann bereits 1713 mit ersten Truppenübungen. Ab 1892 wurde der Truppenübungsplatz Döberitz unter Kaiser Wilhelm II entwickelt und später durch die Reichswehr auch als Flugplatz für Feldluftschiffe ausgebaut. Ab 1945 betrieb die Sowjetarmee den Truppenübungsplatz weiter. Erst 1991 endete die militärische Nutzung des Geländes mit dem Abzug der russischen Truppen.

Heute wird noch ein kleinerer Bereich im Süden als Standortübungsplatz von der Bundeswehr genutzt, nun jedoch ohne scharfe Munition. Seit 1999 wurden vor allem auf Wegen über 1000 Tonnen Munition und Munitionsschrott geräumt. Weite Flächen sind nach wie vor unberäumt.

Ab 2004 erwarb die Heinz Sielmann Stiftung eine Fläche von 3.800 ha der Döberitzer Heide.

Es folgte die Einrichtung einer Wildniskernzone und der Besatz mit Wisenten, Urpferden und Rotwild, sowie die Einrichtung einer Naturerlebnisringzone, eines Schaugeheges und die Anlage von Rundwanderwegen.